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VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland geht an Volksschule St. Georgen bei Eisenstadt

VCÖ-Untersuchung: Vielfalt gewinnt für Mobilität im Burgenland an Bedeutung

Mit dem „Pedibus“ hat die Volksschule St. Georgen bei Eisenstadt den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland zum Thema „multi-modal-mobil“ gewonnen. Landeshauptman Hans Niessl, Öbb-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger und VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak zeichneten  gemeinsam den Gewinner aus. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass die Mobilität im Burgenland immer vielfältiger wird.

Die Burgenländerinnen  und Burgenländer sind vielfältig mobil. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des VCÖ. „Die Menschen im Burgenland nutzen zunehmend andere Formen der Mobilität als den eigenen Pkw, sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad mobil“, betont VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak.

Landeshauptmann Niessl betont: „Das Land Burgenland ist ständig bemüht, den Öffentlichen Verkehr weiter auszubauen, was sich auch in zusätzlichen budgetären Mitteln widerspiegelt. Im Interesse der burgenländischen Pendlerinnen und Pendler, aber auch im Interesse des Klimaschutzes und der Lebensqualität im Burgenland werden wir umweltfreundliche Formen der Mobilität in unserem Land weiter forcieren.“

Die Abhängigkeit vom eigenen Auto wird im Burgenland bereits geringer. So nimmt der Pkw-Bestand im Burgenland nicht mehr so stark zu, die Zuwachsraten liegen hier nur mehr bei knapp über einem Prozent. Die Mobilität der Burgenländerinnen und Burgenländer sinkt dadurch nicht, ganz im Gegenteil: Rund 21.000 Personen fahren täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Weitere 16.000 nutzen Bus oder Bahn mehrmals pro Woche. Noch höher ist die Zahl der Radfahrbegeisterten: 67.000 Menschen und damit rund 28 Prozent aller im Burgenland lebenden Personen über 15 Jahre legen ihre Alltagswege täglich oder mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad zurück. Das Auto nutzen 82 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer regelmäßig. Knapp hinter dem Auto sind die am zweithäufigsten genutzten „Verkehrsmittel“ die eigenen Beine. Etwa 77 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer gehen einen Teil ihrer Wege täglich oder mehrmals pro Woche zu Fuß.

„Pedibus“ gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2009

Den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland zum Thema „multi-modal-mobil“ gewinnt die Volksschule St. Georgen bei Eisenstadt. Für das Projekt „Pedibus – Autobus auf Füßen“, das gemeinsam mit der Mobilitätszentrale Burgenland durchgeführt wurde, nahmen heute in Eisenstadt Volksschuldirektorin Gudrun Fritz und Martina Jauck von der Mobilitätszentrale den VCÖ-Mobilitäspreis Burgenland 2009 entgegen. Überreicht wurde der VCÖ-Mobilitätspreis von Landeshauptmann Hans Niessl, ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger und VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak.

Der „Pedibus“ besteht aus einem Elternteil, der Schülerinnen und Schüler zu Fuß zur Schule begleitet. Ziel des Siegerprojektes im Burgenland ist es, die Kinder auf ihre Unabhängigkeit vorzubereiten und ihnen gleichzeitig die Sicherheit eines begleiteten „Transports“  zu bieten.. Für den „Pedibus“ gibt es einen Fahrplan sowie Haltestellen, an denen weitere Kinder zusteigen können. „Der Pedibus bringt den Kindern eine umweltfreundliche Art der Mobilität näher, gleichzeitig wird der Pkw-Verkehr rund um die Schule gesenkt. Wer zudem schon als Kind zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule gekommen ist, tendiert auch im späteren Leben zu einer vielfältigeren Mobilität“, lobt VCÖ-Geschäftsführer Nowak das Projekt.

Auch ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger gratuliert und betont: „Das Siegerprojekt ‚Pedibus’ erfüllt aus unserer Sicht alle Kriterien für einen würdigen Sieger: Es fördert innovativ die Mobilität und überzeugt vor allem durch die Vorzeigewirkung – schon Kinder lernen: es muss nicht immer das Auto sein.“

“Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis 2009 wurden vorbildhafte Projekte gesucht, die die Vielfalt der Mobilität erhöhen und die Schnittstellen zwischen den Verkehrsmitteln verbessern. Ich möchte allen danken, die an diesem Wettbewerb mit ihren innovativen Projekten teilgenommen haben – herzliche Gratulation an den Gewinner“, ergänzt Landeshauptmann Niessl.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wurde dieses Jahr zum fünften Mal in Kooperation mit dem Land Burgenland, dem ÖBB-Postbus sowie dem Verkehrsverbund Ost-Region durchgeführt.


VCÖ: Burgenländerinnen und Burgenländer sind vielfältig mobil Verkehrsmittelwahl bei den täglichen Wegen (Nutzung täglich bzw. mehrmals pro Woche)
Pkw: 82 Prozent
Gehen: 77 Prozent (mindestens 250 Meter)
Fahrrad: 28 Prozent
Öffentlicher Verkehr: 15 Prozent
Motorrad, Moped etc.: 3 Prozent
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2009

Die bisherigen Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland
Jahr 2008: Gmoa-Bus Purbach
Jahr 2007: Neusiedler See Tourismus
Jahr 2006: Stadt Neusiedl am See
Jahr 2005: Verein Discobus

 

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