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VCÖ für Pkw-Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen und City-Maut in Städten

Ausgabe: 2007-222 vom 27.11.2007

VCÖ (Wien) – Der VCÖ spricht sich als Ersatz für die Pkw-Vignette für eine kilometerabhängige Pkw-Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen aus. Eine Studie zeigt, dass damit die CO2-Emissionen um rund 545.000 Tonnen pro Jahr verringert werden können. Die Einnahmen sollen für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs zweckgewidmet werden. Statt der von IHS-Chef Bernhard Felderer vorgeschlagenen flächendeckenden Pkw-Maut spricht sich der VCÖ für eine Stadt-Maut in Ballungsräumen aus.

„Die bestehende Pkw-Vignette bevorzugt Vielfahrer und benachteiligt Wenigfahrer. Eine kilometerabhängige Pkw-Maut ist vernünftig und fairer, die Kosten werden nach dem Verursacherprinzip aufgeteilt. Und eine Pkw-Maut ist im Interesse des Klimaschutzes ein Anreiz, weniger zu fahren“, betont VCÖ-Experte DI Martin Blum. Der VCÖ weist auf das Ergebnis einer Studie des Wegener Zentrums hin, wonach eine Pkw-Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen die CO2-Emissionen um 545.000 Tonnen pro Jahr verringert.

Der VCÖ weist darauf hin, dass in ländlichen Regionen die Bevölkerung stärker auf das Auto angewiesen ist. Der VCÖ spricht sich daher lediglich für eine Stadt-Maut nach Stockholmer Vorbild aus. „In den Städten gibt es mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln eine gute Alternative zum Auto“, weist VCÖ-Experte Blum auf den Unterschied zu den Regionen hin.

Eine VCÖ-Studie zeigt, dass der Pkw-Verkehr zwar für seine anteiligen Kosten an der Infrastruktur aufkommt. „Unbezahlt sind aber die Gesundheits- und Umweltschäden, die durch Abgase und Lärm verursacht werden sowie Unfallfolgekosten“, macht VCÖ-Experte Blum aufmerksam. In Summe verursachte der Pkw-Verkehr in Österreich im Jahr 2006 Gesamtkosten von 10,89 Milliarden Euro (exklusive Staukosten). Über Kfz-spezifische Steuern wurden von inländischen und ausländischen Pkw lediglich 4,75 Milliarden Euro bezahlt. Der Rest von 6,14 Milliarden Euro belastet die Allgemeinheit.

Der VCÖ weist darauf hin, dass von der indirekten Subvention des Pkw-Verkehrs vor allem Haushalte mit hohen Einkommen profitieren. In Österreich legen jene 20 Prozent Haushalte mit dem höchsten Einkommen mehr als acht Mal so viele Kilometer mit dem Pkw zurück wie die 20 Prozent der Haushalte mit dem niedrigsten Einkommen.

Der VCÖ fordert, dass die Einnahmen aus der Pkw-Maut in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs fließen. „Der Öffentliche Verkehr ist für den Einzelnen und volkswirtschaftlich gesehen viel günstiger als der Autoverkehr. Österreich sollte daher eine Offensive beim Öffentlichen Verkehr nach Schweizer Vorbild starten“, stellt VCÖ-Experte Blum fest.

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