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Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher können sich vorstellen, ein Elektrofahrrad zu kaufen. Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits jeder zehnte Radfahrer in Österreich den Kauf eines Elektrofahrrads ernsthaft in Erwägung zieht. Die VCÖ-Radfahrumfrage zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahr das Interesse an E-Bikes massiv gestiegen ist. Das größte Interesse gibt es im Burgenland und in Vorarlberg. Der VCÖ fordert eine Radwegoffensive entlang von Freilandstraßen.
Das Interesse an Elektrofahrrädern ist in Österreich ungebremst. „Mehr als 20.000 Elektrofahrräder werden heuer in Österreich verkauft werden, das ist im Vergleich zum Vorjahr fast eine Verdoppelung. Vor allem ältere Menschen entscheiden sich immer öfters für ein E-Bike“, stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest. Für das Jahr 2011 erwartet der VCÖ einen Anstieg der Verkaufszahlen auf 30.000 bis 40.000 Stück.
Wie sehr Elektrofahrräder einen Boom erleben, zeigt auch das Ergebnis der diesjährigen VCÖ-Radfahrumfrage, bei der bundesweit rund 2.000 Radfahrerinnen und Radfahrer befragt wurden: Für jeden zehnten Radfahrer ist ein Elektrofahrrad sehr interessant. Im Jahr 2009 waren nur sechs Prozent am Kauf von Elektrofahrrädern sehr interessiert. Der VCÖ betont, dass in Österreich 24 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre täglich bzw. mehrmals die Woche mit dem Fahrrad fahren.
Der VCÖ weist darauf hin, dass das Interesse je Bundesland sehr unterschiedlich ist. Im Burgenland und Vorarlberg kommen E-Bikes am besten an, 21 Prozent der Befragten überlegen den Kauf eines Elektrofahrrades. In der Steiermark sind es nur sechs Prozent, in Salzburg sieben Prozent.
„Elektrofahrräder sind vor allem für drei Käufersegmente sehr interessant: Für ältere Menschen, für Business-Leute, die einen Termin schnell und ohne Schweißperlen erreichen möchten und für alle jene, die am Land wohnen und kurze Arbeitswege haben. Auch als Zubringer zum Öffentlichen Verkehr eignen sich Elektrofahrräder sehr gut“, so VCÖ-Experte Blum. Der VCÖ weist darauf hin, dass in weiten Teilen Österreichs erst die Voraussetzungen für den optimalen Einsatz von Elektrofahrrädern geschaffen werden müssen. Am Land gibt es außerhalb Vorarlbergs einen eklatanten Mangel an Radwegen entlang von Freilandstraßen. Und an den Haltestellen und Bahnhöfen braucht es mehr versperrbare Fahrradboxen.
Der VCÖ fordert eine Radwegoffensive entlang von Freilandstraßen. „Neben dem Nutzen für die Bevölkerung ohne Auto sicher und kostengünstiger mit dem E-Bike zur Arbeit kommen zu können und der damit verbundenen Verringerung der Treibhausgas-Emissionen, werden mit einer Radwegoffensive in den Regionen viele Arbeitsplätze geschaffen“, betont VCÖ-Experte Blum.
VCÖ-Umfrage: Interesse der Österreicher an E-Bikes steigt
Ist ein Elektrofahrrad für Sie persönlich von Interesse? (in Klammer die Ergebnisse der VCÖ-Radfahrumfrage 2009) Ja, sicher: 10 Prozent (6 Prozent) Ja, vielleicht: 19 Prozent (17 Prozent) Nein, eher nicht: 35 Prozent (35 Prozent) Nein, sicher nicht: 36 Prozent (41 Prozent)
Quelle: VCÖ 2010
VCÖ-Umfrage: Burgenländer haben größtes Interesse an E-Bikes
Anteil der Befragten, die sehr großes Interesse an Kauf von Elektro-Fahrrädern haben: (in Klammer die Ergebnisse von VCÖ-Radfahrumfrage 2009)
Burgenland: 21 Prozent (4 Prozent)
Vorarlberg: 21 Prozent (11 Prozent)
Kärnten: 18 Prozent (10 Prozent)
Tirol: 16 Prozent (7 Prozent)
Oberösterreich: 13 Prozent (8 Prozent)
Niederösterreich: 9 Prozent (5 Prozent)
Wien: 8 Prozent (5 Prozent)
Salzburg: 7 Prozent (2 Prozent)
Steiermark: 6 Prozent (6 Prozent)
Quelle: VCÖ 2010
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