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Verkehrsabgase wesentlich verantwortlich für die hohe Ozonbelastung!

Ausgabe: 2010-109 vom 12.07.2010

VCÖ: Umweltzone nach Berliner Vorbild in Wien einführen!

VCÖ: Taxis, Fuhrparks und Mopeds auf Elektromotoren umstellen!

Dicke Luft in Wien und Ostösterreich. Um 13.00 Uhr wurde ein Wert von 212 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, damit liegt die Belastung nur mehr knapp unter der Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der VCÖ weist darauf hin, dass vor allem Stickstoffoxid-Emissionen in Verbindung mit Hitze für die hohen Ozonwerte verantwortlich sind. Hauptverursacher der Stickoxide ist der Verkehr. Der VCÖ erneuert seine Forderung nach Einführung von Umweltzonen in Wien.

„Mit der Ozonbelastung steigen Lungenkrankheiten. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Atemwegsbeschwerden. Gereizte Schleimhäute, Kurzatmigkeit oder gehäufte Asthmaanfälle sind mögliche Folgen“, macht VCÖ-Experte Martin Blum aufmerksam. Vor allem Kinder haben ein höheres Risiko, denn Kinder atmen im Verhältnis zur Körpergröße mehr Luft ein als Erwachsene.

Ozon entsteht durch Luftschadstoffe und Sonneneinstrahlung. Die wichtigsten Ozonvorläufersubstanzen sind Stickoxide. Der VCÖ weist darauf hin, dass zwei Drittel der Stickoxid-Emissionen vom Verkehr verursacht werden. Dieselabgase enthalten etwa dreimal so Stickoxide wie die Abgase von Benzin. „Umso absurder ist es, dass der gesundheitsschädliche Diesel niedriger besteuert wird als Benzin“, kritisiert der VCÖ.

Der VCÖ spricht sich für die Einführung einer Umweltzone in Wien ein. In Berlin wurden durch die Umweltzone die Stickoxid-Emissionen des Verkehrs um 14 Prozent gesenkt, jene von Dieselruß sogar um 24 Prozent. "Eine Umweltzone nach Berliner Vorbild würde die Luftqualität in Wien deutlich erhöhen. Die Gesundheit der Bevölkerung, das Wohl unserer Kinder muss Vorrang haben", betont VCÖ-Experte Blum.

Ein großes Potenzial zur Verringerung der Schadstoffe in den Städten sieht der VCÖ in der Elektromobilität. Fuhrparks und Flotten, wie etwa Taxis, können rasch auf Elektrofahrzeuge umgerüstet werden. Zudem sollte es ein Aus für herkömmliche Mopeds geben. Der VCÖ fordert, dass ab dem Jahr 2012 nur noch Elektro-Mopeds neu auf den Markt kommen dürfen.

Der VCÖ spricht sich bei drohender Ozonbelastung für eine frühzeitigere Information der Bevölkerung aus. „Ozonwarnungen nachdem die Leute mit dem Auto ins Büro gefahren sind, kommen zu spät. Wer lässt schon das Auto beim Büro stehen?“, so VCÖ-Experte Blum.

Hintergrundinformationen zum Thema Ozon:
Bodennahes Ozon in höherer Konzentration entsteht durch Luftschadstoffe, so genannte Ozonvorläufersubstanzen, und Sonneneinstrahlung. Zu den wichtigsten Ozonvorläufersubstanzen zählen Stickoxide (NOx) und flüchtige organische Verbindungen (VOC). Laut Umweltbundesamt hat Österreich im Jahr 2008 rund 162.200 Tonnen Stickoxid-Emissionen verursacht – das sind um fast 60.000 Tonnen mehr, als Österreich im Jahr 2010 laut Ozongesetz emittieren darf. Der VCÖ weist darauf hin, dass zwei Drittel der Stickoxid-Emissionen vom Verkehr verursacht werden. Hauptverantwortlich sind die Abgase von Dieselfahrzeugen, die im Vergleich zu Benzinabgasen dreimal mehr Stickoxide enthalten.

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