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VCÖ-Untersuchung: Jeder dritte Schulwegunfall passiert zwischen Oktober und Dezember! - 06.10.11

Ausgabe2011-132

Zwischen Oktober und Dezember steigt das Risiko von Schulwegunfällen, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Im Schnitt der vergangenen fünf Jahre passierte jeder dritte Schulwegunfall in dieser Zeit. Besonders tragisch: 40 Prozent der tödlichen Schulwegunfälle passierten in der „dunklen“ Jahreszeit. Der VCÖ appelliert an die Autofahrer, mit erhöhter Aufmerksamkeit und defensiver zu fahren. Der VCÖ fordert mehr Gehwege und Tempo 30 im Ortsgebiet.

tl_files/vcoe/uploads/News/VCOe-Factsheets/schulkind.jpgIm ersten Halbjahr passierten heuer in Österreich 190 Schulwegunfälle und damit um 63 weniger als im 1. Halbjahr des Vorjahres. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass zwar Österreichs Schulwege Jahr für Jahr sicherer werden, aber gerade im Herbst steigt die Unfallgefahr deutlich an. Der VCÖ betont, dass in den vergangenen fünf Jahren jeder dritte Schulwegunfall zwischen Oktober und Dezember passierte.

Laut VCÖ-Untersuchung sind in den vergangenen fünf Jahren zwischen Oktober und Dezember insgesamt 633 Verkehrsunfälle am Schulweg passiert, 652 Kinder wurden verletzt und vier Kinder kamen ums Leben. „In dieser Zeit verunglücken im Schnitt zwölf Kinder pro Woche bei Schulwegunfällen, über das gesamte Schuljahr gesehen, verunglücken neun Kinder pro Woche. Die schlechteren Sichtverhältnisse in Kombination mit mangelnder Aufmerksamkeit von Autofahrern führt leider zu vermehrten Schulwegunfällen“, erklärt VCÖ-Expertin Bettina Urbanek.

Der VCÖ empfiehlt Eltern für ihre Kinder helle und reflektierende Kleidung. Dunkle Kleidung ist zu vermeiden. Der VCÖ sieht aber vor allem die Verkehrsplanung sowie die Gemeinden und Städte gefordert, durch Verkehrssicherheitsmaßnahmen die Unfallgefahren zu verringern. Die Hauptursachen für Schulwegunfälle sind zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, Unachtsamkeit von Autofahrern sowie unübersichtliche Übergänge und Kreuzungen.

Wie sehr die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs entscheidet, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht, zeigt der Vergleich der Anhaltewege. Ein Pkw, der bei Tempo 30 mit einer Vollbremsung gerade noch vor einem Schulkind zum Stehen kommt, würde mit Tempo 50 das Kind mit voller Geschwindigkeit anfahren, macht der VCÖ aufmerksam.

Ein wachsendes Problem sind telefonierende Autofahrer. „Wer beim Autofahren telefoniert, reagiert so schlecht wie ein mit 0,8 Promille alkoholisierter Autofahrer. Hier braucht es in Österreich endlich eine Bewusstseinskampagne über diese Gefahren und verstärkte Kontrollen durch die Exekutive“, fordert VCÖ-Expertin Urbanek. Zudem setzt sich der VCÖ für mehr Gehwege ein, damit Kinder sicher zur Schule kommen können. 

Wie sicher Österreichs Schulwege sind, erhebt der VCÖ derzeit im Rahmen einer Umfrage. An der Umfrage kann auch im Internet unter www.vcoe.at teilgenommen werden, wo es auch VCÖ-Tipps für den sicheren Schulweg gibt.

VCÖ: Jeder dritte Schulwegunfall passiert zwischen Oktober und Dezember
(Schulwegunfälle zwischen Oktober und Dezember, in Klammer Gesamtzahl der Schulwegunfälle im jeweiligen Jahr) 

Jahr 2010: 103 (360)
Jahr 2009: 120 (378)
Jahr 2008: 147 (422)
Jahr 2007: 130 (423)
Jahr 2006: 133 (437)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2011

VCÖ: 40 Prozent der tödlichen Schulwegunfälle zwischen Oktober und Dezember
(tödliche Schulwegunfälle Oktober bis Dezember, in Klammer tödliche Schulwegunfälle im jeweiligen Jahr) 

Jahr 2010: 1 (2)
Jahr 2009: 1 (3)
Jahr 2008: 1 (2)
Jahr 2007: 1 (1)
Jahr 2006: 0 (2)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2011

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