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Mobilitätspreis Wien Infrastrukutren mit Zukunft

ABC Consulting gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis Wien
69 Prozent der Alltagswege werden derzeit in Wien mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß und per Fahrrad zurückgelegt. Die Stadt Wien möchte diesen Anteil auf 78 Prozent erhöhen. „Dieses Ziel ist aus mehreren Gründen wichtig: Erstens sind die Klimaschutzziele ohne Zunahme der umweltfreundlichen Mobilität nicht erreichbar. Zweitens können wir die Abhängigkeit vom Erdöl nur dann deutlich verringern, wenn der Anteil des Pkw-Verkehrs zurückgeht. Und drittens verringert eine Zunahme von Gehen, Radfahren und Öffis die Mobilitätskosten für die Haushalte“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou betont: „Der Schutz unseres Klimas ist die zentrale Herausforderung dieses Jahrhunderts, auch für Wien. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst. Um in der Stadt wirksamen Klimaschutz voran zu treiben, ist eine weitere Ökologisierung unseres Verkehrssystems notwendig. Die Mobilität der Zukunft setzt auf öffentlichen Verkehr, auf Car Sharing, auf den Ausbau des Radanteils, auf ein fußgängerInnenfreundliches Wien. In diese Richtung müssen wir auch die Infrastruktur in Wien weiter entwickeln.“
Die Verkehrsinfrastrukturpolitik muss sich nach der gewünschten Mobilität der Zukunft richten. Der VCÖ hat untersucht, ob Wiens Mobilitätsziele mit der derzeitigen Infrastruktur erreichbar sind. Das Ergebnis: Den größten Aufholbedarf gibt es bei der Infrastruktur fürs Radfahren. Maßnahmen sind auch beim Öffentlichen Verkehr und für das Gehen nötig.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Umstieg auf das Fahrrad ist eine gute Infrastruktur zum Radfahren. Welche Routen sind prioritär auszubauen? Wo besteht von Seiten der Wienerinnen und Wiener der Bedarf nach verbesserter Radfahrinfrastuktur? Diese Fragen sind mit Hilfe des von ABC Consulting in Kooperation mit dem AIT (Austrian Institute for Technology) entwickelten Projektes „Com-oVer“ leichter zu beantworten.
Der VCÖ-Mobilitätspreis ist der größte Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und effizienten Transport in Wien und wird in Kooperation mit der Stadt Wien und dem ÖBB-Postbus durchgeführt. Der Mobilitätspreis Wien wird auch vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), den Wiener Linien und der GESIBA unterstützt. 74 Projekte wurden heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland.
Wer häufig mit dem Rad fährt, sammelt Erfahrungen, die auch für die anderen Radfahrerinnen und Radfahrer nützlich sind. „Com-oVer“ sammelt diese Erfahrungen und stellt sie den anderen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. Zudem können identifizierte Problemstellen und Verbesserungsvorschläge an die zuständigen Stellen gemeldet werden.
Das Projekt „Com-oVer“ wurde Anfang 2011 gestartet. In einer ersten Phase des Projekts wurden Fokusgruppen gebildet, die sich aus den verschiedenen Gruppen von Radfahrerinnen und Radfahrern (Vielfahrer, Freizeitradfahrer, sicherheitsbetonte Radfahrer, wenig Routinierte) zusammensetzten. Aufbauend auf den Ergebnissen der Fokusgruppen wurde das technische System entwickelt. Mittels Smartphone App werden die Routen der teilnehmenden Radfahrerinnen und Radfahrer erfasst. Das App wird ein realitätsnaher Routenplaner sein, der sich aus den Radfahrrouten der teilnehmenden Radfahrer nährt. Alle gesammelten Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Aus dieser Datenbank werden Floating Bike Data, also zu erwartende Reisezeiten pro Nutzergruppe, Uhrzeit und Straßenzug berechnet. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, ÖBB-Postbus und VCÖ überreichten heute in Wien den VCÖ-Mobilitätspreis Wien an den Geschäftsführer von ABC Consulting, DI Alexander Chloupek.
ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger betont: „Ziel ist es die Mobilität noch klimafreundlicher zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Neues und Innovatives entwickelt werden! Dieses Motto hat sich der diesjährige Sieger ABC Consulting als Basis genommen, und mit dem Projekt „Com-oVer“ den Ausbau der Radfahrinfrastruktur vorangetrieben. Der Gedanke das Fahrrad mit dem Postbus zu verbinden, wird auch bei der ÖBB Postbus GmbH gelebt und mit den bis jetzt 8 Radbussen in ganz Österreich umgesetzt. Auch für die ÖBB-Postbus GmbH sind Umweltbewusstsein und Klimaschutz wichtige Themen. Wir investieren viel in die Entwicklung neuer Technologien und Konzepte, um wirksame Maßnahmen zur Reduktion der Emissionswerte und der Schadstoffbelastung zu setzen können. Denn der Öffentliche Verkehr hilft der Umwelt“, betont ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger.
„Die diesjährigen Gewinner des Mobilitätspreises verbinden auf kluge Art und Weise das Wissen der besten ExpertInnen der Stadt, der Wienerinnen und Wiener. Niemand kennt die Stadt besser als ihre EinwohnerInnen. Die Steigerung des Radanteils ist ein wesentliches Standbein, auf dem die Wiener Strategie für eine Ökologisierung der Mobilität fußt. Dafür braucht es zum einen eine ausgebaute Infrastruktur wie zum Beispiel Fahrradstraßen oder ein verdichtetes Radwegenetz, zum anderen braucht es Bewusstseinsarbeit und Motivation. Wir wollen bis zum Jahr 2015 den Anteil der RadlerInnen in Wien verdoppeln“, stellt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou abschließend fest.
Die Gewinner vom VCÖ-Mobilitätspreis Wien
Jahr 2011: ABC Consulting
Jahr 2010: A1 Telekom Austria „Telepresence“ und SPAR „Einkaufsmobilität“
Jahr 2009: Transportservice des ReparaturNetzwerks
Jahr 2008: Bezirk Landstraße - „Landstraßer Durchgänge“
Jahr 2007: Bike-City Wien-Leopoldstadt
Jahr 2006: Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) – „compano“
Jahr 2005: Landespolizeikommando Wien
Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird unterstützt von:
Partner des VCÖ-Mobilitätspreis 2011
Der VCÖ-Mobilitätspreis 2011 kann dank der Unterstützung folgender Unternehmen und Organisationen durchgeführt werden. Erfolgreiche Projekte brauchen starke Partnerinnen und Partner! weiterlesen










